Seminar zur MDK-Prüfung

Ausbildungsziele und Voraussetzungen

  • Dieses auch als Inhouse Schulung angebotene Seminar informiert an ein oder zwei Tagen umfassend über von den Kostenträgern veranlasste Einzelfall- (§ 275 f. SGB V) und Stichprobenprüfungen (§ 17 c KHEntgG) vor dem Hintergrund des G-AEP-Verfahrens.
  • Den Schwerpunkt bilden dabei die Anforderungen an die Patientendokumentation im Hinblick auf primäre/sekundäre Fehlbelegung sowie die Abgrenzung zum ambulanten Operieren nach § 115 b SGB V.
  • Die Beantwortung häufiger Kostenträgeranfragen werden auch vor dem Hintergrund der darauf bezogenen aktuellen Sozialgerichtsentscheidungen an Beispielen abgehandelt.
  • Der zweite Seminartag dient dem Praxistraining der Anfragebeantwortung. Anhand von aufbereiteten Beispielakten werden fallbezogen Beantwortungsstrategien für die Originalanfragen der Kostenträger erarbeitet. Dabei wird auch auf die Analyse und ggf. resultierende Widerspruchserarbeitung von MDK-Gutachten eingegangen.

Zielgruppen und Teilnehmer

Die Seminare vermitteln das notwendige Basiswissen und im Hinblick auf die MDK-Prüfung proaktive Strategieelemente zur Minimierung des Auseinandersetzungspotenzials. Die Prozessorganisation zur Reduktion der Bearbeitungszeit wird vor dem Hintergrund der Erlössicherung betrachtet. Damit richtet sich das Seminar an Mitarbeiter der Patientenverwaltung/-abrechnung, Medizinkontroller und alle mit der Thematik im Krankenhaus verantwortlich Betrauten.

Ausbildungsmittel und Ausbildungsform

Nach der Abhandlung der Thematik in aufeinander aufbauenden Grundlagenvorträgen, die Teilnehmer erhalten diese vorab als Skripte ausgehändigt, werden häufige Praxisfälle beispielhaft betrachtet und mit umfassend diskutiert. Auf die unmittelbar umsetzungswirksame Betrachtung von Originalanfragen, die von den Teilnehmern eingebracht werden, liegt ein weiterer Schwerpunkt. Beim zweitägigen Seminar werden am zweiten Seminartag anhand von aufbereiteten Übungsakten mit dazugehörigen Originalanfragen Fehlersuche und Beantwortungsstrategie intensiv trainiert.

Erfahrungen und Ergebnisse

Die bisherigen Seminare u.a. in Hamburg, Berlin und Vilshofen verdeutlichten, dass die Untermauerung des theoretischen Lehrstoffs durch den nachfolgenden Trainingstag dauerhaft verfügbares und sofort anwendungsbereites Praxiswissen ohne umfassende Nachbereitung vermittelt wird. Die Skripten des ersten Seminartages lassen keinen aktuell bekannten Gesichtspunkt aus, sodass sie als Kompendium und Nachschlagewerk für die Bearbeitung der Kostenträgeranfragen in einem genutzt werden können.

Kursinhalte

1. Schulungstag

  • Notwendigkeit der Krankenhausbehandlung (§ 39 SGB V)
  • Behandlungspflicht - Zahlungspflicht
  • Datenübermittlung an die gesetzliche Krankenkasse (Datenschutz)
  • Datenübermittlung an andere Leistungsträger
  • Prozessorganisation zur Kassen-/MDK-Anfragebearbeitung
  • Einzelfallprüfung (§ 275 SGB V)
  • G-AEP-Verfahren
  • Stichprobenprüfung (§ 17c KHEntgG)
  • Abgrenzung ambulantes Operieren/stationsersetzende Leistungen (§ 115b SGB V)
  • Aktuelle Sozialgerichtsentscheidungen, u. a. zu
    • Notwendigkeit stationärer Behandlung/Entscheidung des Krankenhausarztes
    • Anforderungen an MDK-Gutachten - Warum reicht der Entlassungsbericht als Begutachtungsgrundlage nicht aus?
    • Zahlungsverpflichtung der Krankenkasse

2. Schulungstag

  • Training Bearbeitungsstrategie Kassenanfragen / Widersprüche MDK-Gutachten anhand von Übungsakten zu
    • Fehlbelegungsfragen, z. B.
      • korrekte Hauptdiagnosenauswahl
      • spezifische Diagnosenkodierung
      • Begründung der Nebendiagnosen
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