Clinical Coder 30

Ausbildungsziele und Voraussetzungen

  • Mit diesem Kurs wird ein vollständiger und fundierter Überblick über das G-DRG-System einschließlich der Zuordnungssystematik (Grouperfunktion) mit Trainingseffekt vermittelt.
  • Das Erlernen der Kodierung von Diagnosen und Prozeduren in bildet den Schwerpunkt der praktischen Kursarbeit.
  • Neben der Erarbeitung der Klassifikation nach fast allen ICD-10-GM-Kapiteln steht die Erkennung von Kodierfehlern und die Beantwortung tagesaktueller Klassifikationsfragen im Mittelpunkt.
  • Wie bei unserem CMP-15-Kurs können nach individueller Absprache umfassende Seminarinhalte zu Auseinandersetzungsfragen mit Kostenträgern und dem MDK praxisrelevant anhand von Auftraggeberbeispielen aufgearbeitet werden.

Zielgruppen und Teilnehmer

Dieser Kurs wurde als individuelle fundierte Schulung einzelner Krankenhäuser oder Krankenhausgruppen konzipiert und resultiert aus den umfassenden Erfahrungen inividueller Inhouse Schulungen. Die Teilnehmer werden vom Auftraggeber ausgewählt. Die Schulungsinhalte werden auf die Teilnehmergruppe abgestimmt.

Ausbildungsmittel und Ausbildungsform

Die didaktische Aufbereitung erfolgt individuell. Die Teilnehmer erhalten umfassende Schulungsunterlagen einschließlich der erforderlichen Klassifikationsgrundlagen. Die Ausbildung erfolgt in Form von Vorträgen, Diskussionen und Übungen. Zwischen den einzelnen in der Regel 3 bis maximal 5 Tage langen Ausbildungsabschnitten bearbeiten die Teilnehmer im Selbststudium Kodierübungen aus 10 von 15 klinischen Bereichen, deren Ergebnisse während des nachfolgenden Schulungsabschnitts im Kurs diskutiert werden. Insgesamt stehen 15 Übungsbücher zur Verfügung. Die Schulungen werden von erfahrenen, zertifizierten DRG-Trainern durchgeführt.

Erfahrungen und Ergebnisse

In bisherigen krankenhausindividuellen Schulungen wurde deutlich, dass der rechtzeitigen detaillierten Abstimmung der Ausbildungsinhalte zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer vor Kursbeginn wie auch beim CMP-15-Kurs außerordentliche Bedeutung zukommt. Der Kurs ist für eine primäre Ausbildung von klinischen Kodierkräften geeignet. Dabei muss jedoch die Einschränkung, dass nur ca. 10 von 15 Klassifikationsbereichen trainiert wurden, berücksichtigt werden. Die Ausbildung sollte in Abschnitten von 3 Tagen verteilt über ca. 6 bis 10 Monate berufsbegleitend stattfinden. Teilnehmern bisheriger Inhouse Schulungen in diesem Umfang war es so möglich, praxisbegleitend über einen langen Zeitraum auftretende tagesaktuelle Fragen als mit den anderen Teilnehmern und dem Trainer zu diskutieren.

Zu spezifizierende Kursinhalte

  • Systematik des DRG-Systems
    • Terminologie der DRG-Systematik
    • wesentliche Definitionen
    • Fallpauschalengesetz
    • Wie funktioniert der Grouper?
  • Klassifizierung
    • Systematik des OPS § 310 SGB V
    • Systematik der ICD-10-SGB-V
    • Arbeit mit Kodierhilfen
    • Allgemeine Deutsche Kodierrichtlinien
    • Spezielle Deutsche Kodierrichtlinien
    • Auswahl erfolgt nach den mit dem Auftraggeber abgestimmten Klassifikationsinhalten
  • Klassifizierungsübungen
    zur Verfügung stehen 15 Übungsbücher von denen ca. 10 im Kurs erarbeitet werden können
    • Symptome/Z-Diagnosen
    • Infektionskrankheiten
    • Verletzungen
    • Nervensystem
    • Augen-HNO
    • Endokrine Krankheiten
    • Atmungssystem
    • Kreislaufsystem
    • Neubildungen
    • Urogenitalsystem
    • Schwangerschaft/Geburt/Perinatologie
    • Verdauungssystem
    • Bewegungsapparat
    • Psychische Störungen
    • Missbildungen
  • Abrechnung von Krankenhausleistungen (KFPV, Leitfaden der Spitzenverbände der KK)
    • Theoretische Übersicht
    • Übungsaufgaben
  • Beurteilung der Kodierqualität
    • Zweistufiges Casemix Performer Audit (Deutschland - epos)
    • Vorbereitung auf die MDK-Prüfung (Einzelfall, Stichprobe)
  • Auseinandersetzung MDK/Kostenträger
    • Primäre/sekundäre Fehlbelegung
    • G-AEP-Kriterien
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